1953 fand in Linz die erste Linzer Kulturtagung statt. Beschlossen wurde hier unter anderem die Gründung eines Vereins, Kulturring der Wirtschaft OÖ, der KünstlerInnen finanziell unterstützen sollte. Die Gründungsmitglieder waren: KR Gustav Kapsreiter, Gen.-Dir. Herbert Müllersen, Margarita Hatschek, Prof.Dr. Kurt Holter, Walter Kasten, sowie der Namensgeber des Hauses: der Linzer Maler Egon Hofmann. Zuerst wurden künstlerische Arbeiten angekauft. Als deutlich wurde, dass es den Künstlern vor allem auch an geeigneten Arbeitsräumen fehlte, enschieden sich die damaligen Mitglieder für den Bau eines Atelierhauses – ein Vorhaben, das anfangs finanziell kaum machbar schien.

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Entstehung des Egon-Hofmann-Hauses

Mit Geschick und Durchhaltevermögen, einem Baugrund der Stadt Linz, mit Unterstützung von Land OÖ und Stadt sowie Spendengeldern und Materialgaben der über siebzig Mitglieder aus der Wirtschaft, konnte im Zeitraum 1956-1957 das Atelierhaus am Römerberg errichtet werden. Eröffnet wurde es am 20. Oktober 1957. Die Pläne für das Haus stammen vom Architekten Fritz Fanta. Die erfolgreiche Errichtung des Hauses ist ein großartiges Beispiel für gelungenes Mäzenatentum, seine Widmung als „Atelierhaus“ eine Rarität in Österreich.

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Ein Haus für Kunstschaffende

Seit 1957 waren über neunzig Bildende KünstlerInnen im Haus tätig, drei bis fünf Jahre ist der Aufenthalt möglich. Der Kulturring der Wirtschaft unterstützt noch immer die Erhaltung des Hauses, zudem wird biennal ein Kunstwettbewerb veranstaltet. Das Haus wurde seit der Entstehung von seinem Mitgründer Walter Kasten verwaltet und betreut. Nach seinem Tod wurde diese Aufgabe von seiner Frau Erika Kasten umsichtig und mit viel Liebe weitergeführt. Sie ist 2014 im hohen Alter von 97 Jahren verstorben.
Im Sommer 2014 übertrug der Kulturring der Wirtschaft OÖ die Aufgabe der Verwaltung und Betreuung des Egon-Hofmann-Hauses an Margit Greinöcker, die seit 2011 als Künstlerin im Haus tätig ist.

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Die Architektur des Gebäudes

Das Atelierhaus besteht aus einem Arbeitstrakt mit neun Ateliers und einem südöstlich angeschlossenen Wohntrakt. Es wurde ab 1955 von Architekt Fritz Fanta für den vorgesehenen Zweck entworfen und geplant, 1957 fertiggestellt. Fanta, 1908 in Reichenberg (damals Böhmen) geboren,  verstorben 1988 in Linz, ist eng mit der Architektur der Wiederaufbau-Phase in Linz verbunden (an Planungen in Linz folgten u.a. die Europaschule 1959 und Dr.-Ernst-Koref-Schule 1961). Das Haus wurde trotz geringer Mittel mit hohem gestalterischen Anspruch errichtet und wurde am 15. Oktober 2009 als beispielhaftes Objekt seiner Zeit mit einer besonderen Zweckwidmung mitsamt den Skulpturen im Garten unter Denkmalschutz gestellt.

Eintrag zum Egon-Hofmann-Haus auf Wikipedia

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